20.-23. November – Abschied von Adeleide

Montag, 20. November – Essen mit Janet und Leigh

Am Montag Vormittag erwarten Kerryn und John den „Builder“, also den Handwerker, der den Einbau der Küche vorbereitet. Wände müssen verändert werden, Leitungen verlegt und an vielen Stellen wird ausgebessert.

Wendelin fährt John gegen 11 Uhr zum Flughafen – und am Abend holen wir Kerryn von der Arbeit ab, denn wir treffen uns mit Janet, Leigh und der Tochter Erin zum Abendessen.

Nun heißt es also Abschied nehmen – und noch letzte Einkäufe tätigen.

Dienstag, 21. November – Shopping und Farewell bei Anne und Tony

Am Dienstag fahren wir – nach einigen sonstigen notwendigen Verrichtungen – in die Stadt. Kerryn hat heute „frei“ – so kann sie sich auf die Arbeit konzentrieren und mal früher ins Bett gehen.

Wir suchen in der „Rundle Mall“, der großen Einkaufsstraße von Adelaide nach Schuhen und nach einer Windjacke. Das ist alles nicht so einfach – obwohl sich in der Rundle Mall und der anschließenden Rundle Street Outdoor-Laden an Outdoor-Laden reiht.

Das ist eine der vielen Einkaufspassagen in der Rundle Mall

Mit den Schuhen sind wir nach einiger Zeit klar – und auch eine Windjacke ist gefunden, aber erstmal wollen wir da nochmal den Preis checken.

Zurück bei Kerryn und John kochen wir ein leckeres Abendessen für Kerryn.

Dann starten wir ein weiteres Mal nach Belair, zu Anne und Tony, die uns nochmal zum Essen eingeladen haben. Tony hat diesmal mediterranes Huhn zubereitet – zum Nachtisch zeigen wir Bilder, die wir von zu Hause heruntergeladen haben. Tony und Anne amüsieren sich köstlich über die Tanznummern der Wandersitzung, die wir zeigen.

Mittwoch, 22. November – Besuch bei Jane und in Noarlunga bei Peter und Wendy

Der Mittwoch steht schon ganz im Zeichen des Aufbruchs – wir suchen unsere Sachen zusammen, gehen vormittags noch die Windjacke kaufen. Es ist tatsächlich ein Modell von The North Face, das es in Europa gar nicht gibt. Und wir kriegen noch 10 % Rabatt.

In die Stadt bringt uns der kostenlose „Adelaide Explorer Bus“. Er verkehrt alle viertel Stunde – aber herauszubekommen, wo er fährt und an welcher der mit phantasievollen Bezeichnungen wie „X3“ „GI“ oder „W5“ gekennzeichneten Haltestellen er hält, ist nicht so einfach.

Annette im Bus zurück – der freundliche Busfahrer ist hinter der Trennwand verborgen

Dafür sind die Busfahrer wirklich ein Beispiel an Freundlichkeit – kein Vergleich mit Deutschland, insbesondere die KVB könnte sich da eine dicke Scheibe abschneiden!

Als wir gestern in die Stadt gefahren sind, haben wir an einer falschen Haltestelle gewartet. Es kam ein Bus. Der Busfahrer hat uns ausgiebig erklärt, wo wir abfahren müssten – und dann hat er gefragt, wo wir hinwollen. „Rundle Mall? Hop on Board, it’s only one section…“ und hat uns kostenlos mitfahren lassen.

Zurück am Mittwoch nehmen wir wieder einen Bezahl-Bus. Und erwischen prompt wieder einen „F“ Bus, der in der Innenstadt nur Passagiere aufnimmt, aber keine absetzt. Der Busfahrer fragt neugierig, woher wir kommen, ob wir „interstate“ Reisende sind, die sich natürlich nicht so auskennen…einfach an Bord, wir kriegen ein Kurzstrecken Ticket, er lässt uns an der Haltestelle raus…sagenhaft!

Also die Busfahrer in Adelaide (aber auch die in Melbourne…) zeigen – auch in diesem Beruf ist Freundlichkeit möglich!

Nach unseren Busabenteuern holen wir Kerryn von der Arbeit ab – sie hat sich extra für uns noch einen halben Tag frei genommen. Wir fahren nochmals raus zu Jane, die sich über den Besuch sehr freut.

Das Pflegeheim, in dem sie lebt, liegt nahe bei Port Noarlunga, einer kleinen Stadt am Spencer Golf, südlich von Adelaide. Dort hat Kerryn einige Zeit mit ihrem ersten Mann gelebt – wir fahren einmal um die Ecken – und sie schaut sich ihre früheren Wohnhäuser an.

In Port Noarlunga wohnen auch Peter und Wendy – Bekannte von Anne und Kerryn. Sie waren vor Jahren bei uns in Köln und wir haben gemeinsam eine Rheintour unternommen.

Nach dem wir auch hier einen Blick auf die Bilder von damals (unseren Reisen 2007 und 2011) geworfen haben, gehen wir Essen.

Der Abend klingt in der provisorischen Küche, dem hohen Tisch in Kerryn und Johns Garten – und bei einem Gläschen Weißwein aus…

Morgen wird es ernst, es geht wieder Richtung Heimat – wenn auch mit einem längeren Stop auf dem australischen Mallorca – Bali.

Donnerstag, 23. November – Abreise

Heute morgen treffen wir wieder den Handwerker, der seit drei Tagen an der Küche unserer Gastgeber werkelt.

Das ist schon nicht selbstverständlich: Viele hätten gesagt – „geht bitte ins Hotel, wir haben die Handwerker im Haus“. Aber mit Kerryn und John war es völlig unkompliziert.

Die Baustelle – bald die schönste Küche von North Adelaide

Sie haben uns ganz selbstverständlich aufgenommen. Wir haben so gut es geht mitgeholfen. Und gemeinsam haben wir die „provisorische Küche“ auf der Terrasse eingerichtet. Jedenfalls hatten wir viel Spaß dabei!

Die provisorische Küche auf der Terrasse

Wir treffen Kerryn noch einmal, haben einen „Lunch“ zusammen – und dann heißt es für diesmal Abschied nehmen.

Uns bleibt der übliche Weg zum Flughafen, Check-in und Warten auf den Abflug…noch sind wir nicht durch die Sicherheitsschleuse – aber wir melden uns hier auch aus Bali!